Spieltherapie

"Wenn ein Kind einmal nicht ißt, so ist das für die meisten Eltern ein Anlaß zu großer Sorge. Wenn ein Kind aber nicht richtig spielt, dann wird das häufig gar nicht bemerkt. Dabei ist Letzteres meist ein viel ernsteres Alarmzeichen."

Virginia Mae Axline (1911-1988, amerk. Psychologin, Psychotherapeutin, Begründerin der nicht-direktiven Spieltherapie)

 

In der Spieltherapie wird die kindliche Begeisterung für das Spiel therapeutisch genutzt. Das Kind bekommt die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, seine Gefühle und Bedürfnisse zu äußern und seine inneren Konflikte im Spiel in symbolischer Art auszudrücken. Es hat die freie Auswahl unter vielfältigsten Spielangeboten: von Rollenspielutensilien (Handpuppen, Puppenhaus, Ritterburg, Piratenschiff usw.) über Mal - und Gestaltungsangebote (z. B. Werkbank), bis zu Brettspielen. Das Spielmaterial ist dabei so einfach wie möglich, sollte die verschiedensten Sinne ansprechen und die Phantasie anregen.

Durch die intensive Beziehung im Einzelkontakt erfährt das Kind Wertschätzung, Wärme, Annahme und Freundlichkeit. Die Spieltherapeutin ist geschult, die Gefühlsäußerungen des Kindes im Spiel wahrzunehmen, zu verstehen, ernst zu nehmen, zu reflektieren und sich so auf das innere Erleben des Kindes einzustimmen. Durch die Grenzsetzung (z. B. bei Selbst - und Fremdschädigung) wird der Bezug zur Realität gewahrt.

Beim Kind kann es durch die spieltherapeutische Interaktion zur Aufarbeitung fehlender und/oder belastender Erfahrungen kommen. Neue Fähigkeiten können entdeckt werden. Andere Gefühls - und Sichtweisen werden frei und können übernommen werden. Spieltherapie kann im Alter von etwa 4 bis 12 Jahren eingesetzt werden. Sie ist geeignet für Kinder mit unterschiedlichsten Verhaltensauffälligkeiten und/oder Problemen in der Entwicklung.

Meike Evers
Moorstraße 6
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